Detox pur

„Winter ade, Brennnesseltee“, könnte man voller Freude singen. Denn sie ist wieder da – meine Lieblingspflanze! Seit einiger Zeit kann man bei uns wieder Brennnesseln ernten. Ich hatte schon sehnsüchtig auf sie gewartet. Witterungsbedingt war sie mir bis Anfang Dezember treu geblieben. Doch dann raffte der Frost sie auch an geschützten Plätzen dahin. Bis dahin bereitete sie mir regelmäßig Genüsse erster Klasse – dank ihrem Energiekick. Schade, dass viele wegen ihrer Wehrhaftigkeit um sie einen Bogen machen. Oder sie als Störenfried per Spaten und Chemie ganz verbannen.

Die Brennnessel ist für mich ein Superfood ersten Grades. Sie wird schon seit Menschengedenken geschätzt. Wenn sich die ersten Blätter im Frühjahr aus dem Boden kämpfen, sind sie schon reich an Eiweiß, Flavonoiden (sekundäre Pflanzenstoffe), den besten Antiaging-Vitaminen A-C-E, Mineralstoffen (sie enthält 6mal soviel Calzium wie Kuhmich), Eisen und Chlorophyll. Die sekundären Pflanzenstoffe der Wurzel können alterstypische Veränderungen der Prostata stoppen. Von Juni bis September kann man auch ihre Pollen und Samen nutzen. Sie konzentrieren die Essenz der gesamten Pflanze und spenden Vitalität und Leistungskraft bis ins hohe Alter. Samen und Pollen gelten als Potenzmittel und Aphrodisiakum. Sie sind eines der kraftvollsten Nahrungsergänzungsmittel. Zweimal im Jahr ist eine Entgiftungskur mit Brennnesselsaft angeraten. Im Herbst kann man damit gleich das Immunsystem für den Winter fit machen.

Bindegewebe, Haut und Haare freuen sich über den hohen Gehalt an Kieselsäure. So eine Detoxkur wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd – bei Arthrose, Rheuma und Gicht. Darmflora, Blase und Nieren werden gereinigt.
Die Brennnessel enthält mehr Eisen als Rindfleisch. Und das ohne Belastungen! Sie ist ein wunderbarer Eiweißlieferant. Alle acht Aminosäuren sind in ihr enthalten – und zwar in einer für uns gut verfügbaren Zusammensetzung!

Viele unserer täglichen Nahrungsmittel haben leider ihre Vitalität verloren. Aber es gibt Abhilfe: Holen Sie sich täglich eine Handvoll Brennnesseln! Natürlich mit Handschuhen. Keine Sorge, die Pflanzen wachsen bald wieder nach. In Verbindung mit Brennnesseln können Sie auch andere Wildkräuter in Ihren Speiseplan integrieren. Dann haben Sie bald den Mangel wieder ausgeglichen. In Form von Smoothies, Salaten, Spinat, Brennnessel-Tarte, Brennnessel-Gnocchies, Brennnesselspätzle, Brennnesselkuchen, Brennnesseleis, Brennnessel-Risotto und vieles mehr kann die Brennnessel einen kulinarischen Zugang in Ihre Küche finden.

Ich wünsche Ihnen gute Erfahrungen mit meiner Superfood-Brennnessel und natürlich ein energiereiches und vitalstoffreiches Frühjahr,

Ihre Heilpraktikerin Uta Erben

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